Ungarn – Wo Urlaub wenig kostet

21. Februar 2011 Keine Kommentare
ungarn 300x225 Ungarn   Wo Urlaub wenig kostet

cc by flickr / Elisa1963

Wer möchte nicht einmal so richtig entspannen und es sich bei Wellnessanwendungen gut gehen lassen. Für Erkrankte würden sich Kuranwendungen bestens eignen. Wirft man hingegen einen Blick auf die gängigen Preise in Deutschland und rechnet sich aus, wie lange man dafür arbeiten muss, vergeht einem die Lust auf Entspannung sehr schnell.

Zu den teuren mitteleuropäischen Angeboten gibt es aber auch preisgünstige Alternativen – in Ungarn zum Beispiel. Dabei müssen in der Qualität der Anwendungen keine Abstriche gemacht werden und man braucht nicht die Zweifel zu haben, in die Hände von Pfuschern zu gelangen.

Dazu kommt noch, dass – anders als in Deutschland – beinahe jedes Hotel, sei es auch noch so klein, ein eigenes Thermalbad aufweisen kann. Im Gegensatz zu gängigen, mit Chlor vollgepumpten Pools oder den in Deutschland beliebten Meerwasserbädern, sprudelt das Wasser direkt aus heiĂźen Quellen in die Bäder hinein. Mit einer Temperatur von durchschnittlich 75 Grad Celsius kommt es aus 1100 Metern Tiefe und wirkt mit einem hohen Jodgehalt bei Erkrankungen der Haut und Atemwege schiere Wunder.

Auch wer keine Krankheiten auskurieren muss, ist in den Wellnessoasen Ungarns bestens aufgehoben. NatĂĽrlich haben diese nicht denselben Charme aufzuweisen wie vergleichbare Angebote aus der Toskana oder einem hochklassigen Wellnesszentrum aus Deutschland, aber bei den Preisen macht man gern auch Abstriche. Vor allem dann, wenn man bei einer Massage oder einer Packung einfach alles um sich herum vergisst und voll und ganz entspannt von seinem Urlaub wieder in das Alltagsleben starten kann.

Bus statt Bahn

13. Februar 2011 Keine Kommentare
busreise 300x199 Bus statt Bahn

cc by flickr

Wer in Zukunft gĂĽnstiger reisen will, der sollte von der Bahn auf den Bus umsteigen. Die Fernbuslinien, so der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO) werden um bis zu ein Drittel gĂĽnstiger im Gegensatz zur Deutschen Bahn. Ein Konkurrenzkampf solle aber trotzdem nicht ausbrechen. Untersuchungen gehen von einem bis zwei Prozent Kundenverlust bei der DB aus.

CDU und FDP haben in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt, eine Freigabe von Fernbussen zu erlauben und erstellen gerade die entsprechende Gesetzesvorlage. Wie genau das Gesetz aussehen wird, ist noch unklar. Diskutiert wird über eine begrenzte oder eine völlige Freigabe für Betreiberlizenzen der einzelnen Strecken. Grund für die beschränkte Vergabe sei unter anderem der Schutz der Bahn, so Verantwortliche.

Wenn es nach dem BDO-Chef Mörl geht, dann werden bereits bald circa eine Million Fahrgäste mit dem Fernbusverkehr innerdeutsch auf Reisen gehen. Sowohl Fernstrecken, als auch Linienverbindungen seien sehr gefragt. Darauf deuten auch die Anfragen von gut 50 Busunternehmen hin, die sich schon jetzt für etwaige Lizenzen interessieren.

Die Gesetzesvorlage lässt allerdings den Ausbau der Infrastruktur, in dem Fall Haltestellen und Busbahnhöfe, offen. Die Errichtung selbiger geht oft mit einem enormen bürokratischen Aufwand einher und kostet seine Zeit. Mörl hofft diesbezüglich auf die Kooperierung der Behörden.

Als Zielgruppe sehe man vor allem Fahrgäste, die üblicherweise Mitfahrgelegenheiten nutzen, Schüler und Studenten und solche, die eine Alternative zum eigenen PKW suchen. Realistischerweise ist man sich auch bewusst, dass man mit den günstigen Angeboten keinen Erste-Klasse-ICE-Berufspendler abwerben kann.

Tourismuspreis fĂĽr ausgefallene Reiseideen

7. Februar 2011 Keine Kommentare
baum linda knst 300x225 Tourismuspreis fĂĽr ausgefallene Reiseideen

cc by flickr / Linda Knust

Der Tourismus-Preis für besonders ausgefallene und individuelle Reiseideen wurde erneut verliehen. Zwischen 160 Vorschlägen hat sich die Jury für fünf Projekte entschieden, vier davon werden hier vorgestellt.

Marokko

Eine Reisetour, die die gängigen, überlaufenen Tourismusstätten auslässt und trotzdem den Gästen das Land näherbringt: die Pflege- und Heilkultur der Berber Marokkos. Hier wird der Zahnarzt auf dem Marktplatz besucht, an einer Teezeremonie teilgenommen und erkundet, wie Arganöl gewonnen wird. Zum krönenden Abschluss gibt es eine zweistündige Massage mit ebenselbigem.

China

Das zweite Projekt nennt sich vielversprechend „Gemeinsam individuell reisen“. Ziel ist es, die schon leicht eingestaubten Gruppenreisen zu reanimieren. Erreicht wird das durch die Einbindung neuer Medien und die Ersetzung eines Reiseführers. Denn die Urlauber besuchen die Sehenswürdigkeiten in Gruppen, nutzen aber GPS-Systeme und das Internet, um sie zu erreichen und Informationen zu erhalten. Durch die Gruppendynamik wird eine solche Reise interessanter und jünger als bisherige Angebote.

Venedig

Kein überfluteter Markusplatz oder überfüllte Kirchen. Diese Reise spezialisiert sich auf die Fischküche und den Fischfang Venedigs. Teilnehmer fahren mit einem Boot in die Lagune und werden direkt am Geschehen über Techniken und Methoden aufgeklärt. Anschließend bietet sich der Besuch eines Restaurants oder die Teilnahme an einem Kochkurs an – oder vielleicht sogar beides?

Biosphärental Großes Walsertal

Hier steht Familienurlaub im Mittelpunkt. Eine ganze Woche lang wird gemeinsam die Natur erkundet, Lagerfeuer gemacht, Kräuter gesammelt. Einen Tag in der Woche haben die Eltern frei und Erlebnispädagogen kümmern sich um den Nachwuchs. Ein ansprechendes Freizeitangebot mit überzeugendem Preis-Leistungsverhältnis.

British Airways zieht die Preise an

7. Februar 2011 Keine Kommentare
british airways oscar von bonsdorff1 300x199 British Airways zieht die Preise an

cc by flickr / oscar von bonsdorff

Die britische Fluggesellschaft British Airways erhöht ihre Preise für Langstreckenflüge aufgrund des stetig preisspieliger werdenden Kerosins. Dieses wurde in den vergangen zwei Monaten um 14 Prozent teurer.

Seit Mitte Dezember 2010 ist das nun bereits das zweite Mal, dass British Airways solche Hiobsbotschaften verkündet. Der Verbraucher zahlt ab Morgen zwischen 14 bis 20 Euro mehr für einen Flug und landet damit bei einem Gesamtwert zwischen 88 Euro für einen Flug unter neun Stunden in der Businessklasse bis 147 Euro bei Erster Klasse und über neun Stunden – allein an Treibstoffzuschlag.

Lufthansa ist diesen Schritt bereits letzte Woche gegangen und hob den Treibstoffzuschlag auf insgesamt bis zu 107 Euro an. Der IATA, der Luftfahrtbranchenverband, warnte schon vor Preiserhöhungen. Mittlerweile fallen 34 Prozent der Ausgaben von Fluggesellschaften allein auf Kerosin. Dieses wird mit 84 Dollar pro Barrel (circa 60 Euro für 160 Liter) gehandelt. Aufgrund der Unruhen in Ägypten soll der Preis aber in den nächsten Tagen bis auf 100 Dollar pro Barrel ansteigen.

Die Kerosinpreise unterliegen starken Schwankungen. Noch 1986 betrug der Preis für einen Barrel 17 Dollar. Bisheriger Rekordpreis waren 169,57 Dollar im Juli 2008. Sieben Monate später waren es nur noch 53 Dollar, was einem Preisverlust von 69 Prozent entspricht.

Dass dieser Höchstpreis pro Barrel noch einmal überschritten wird, steht fest. Wann uns das als Flugpassagiere aber persönlich betreffen wird, bleibt noch abzuwarten.

Deutschland, einig Mythenland – Teil II

30. Januar 2011 Keine Kommentare
externstein 225x300 Deutschland, einig Mythenland – Teil II

cc by wikimedia / KĂĽhn

Im Teutoburger Wald stehen in einer sonst recht felsarmen Gegend die 13 Externsteine. Sie sind jeweils ungefähr 40 Meter hoch und sehen aus, als wären sie aus einzelnen Felsplatten aufgeschichtet worden. Wie diese Kolosse errichtet wurden und was sie zu bedeuten haben, weiß niemand so genau. Man vermutet, dass sie durch Erdplattenverschiebungen vor etwa 70 Millionen Jahren entstanden sind. Die lange Existenz der Steine hat bereits Spuren hinterlassen: in den sehr harten Sandstein hat sich die Wollsack-Verwitterung eingegraben. Die Steine sehen deshalb wirklich aus wie aufgetürmte Wollsäcke. Im 12. Jahrhundert hat ein Bischof eine der Höhlen als Kapelle benutzt und Felsbilder hinterlassen.

Höhlen mit Geschichte gibt es auch in Bayern: die Ofnethöhlen befinden sich bei Nördlingen und sind durch das langsame Auflösen von Gesteinsschichten entstanden. Zwei Höhlen davon haben sich ganz besonders hervorgetan: in beiden wurden insgesamt 34 Schädel von Männern, Frauen und Kindern angefunden, teilweise sogar noch mit Teilen der Halswirbelsäule. Grundsätzlich sind solche Funde nichts Außergewöhnliches, doch diese Knochen zeigten starke Spuren von Gewaltanwendung auf und waren alle kreisförmig angeordnet und mit dem „Blick“ nach Westen ausgerichtet. Diverse Hirschzähne und Schnecken schmückten diese bizarre Grabstätte. Man geht davon aus, dass die Schädel von Massaker-Opfern stammen. Mittlerweile ist von den Schädeln zwar alles aus der Höhle geborgen worden, komisch wird Besuchern aber trotzdem, wenn sie sich an den Ort des Grauens begeben.

Fans von Mythen und erstaunlichen Naturphänomenen brauchen deshalb nicht teure Auslandsreisen vorzunehmen, sondern sollten sich einfach in ihrem Heimatland umschauen. Es gibt allerlei zu entdecken. Und vielleicht finden Sie ja bei Ihrer Tour den nächsten Kornkreis?