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Die 10 besten Insider Tipps fĂŒr einen Trip nach Berlin – Abseits der Touristenmassen!

2. Februar 2019 Keine Kommentare

insider tipps staedtereise berlin 682x1024  Die 10 besten Insider Tipps fĂŒr einen Trip nach Berlin   Abseits der Touristenmassen! Berlin, die fĂŒnftgrĂ¶ĂŸte Stadt Europas ist wohl eine beliebtesten Touristenmagnete der Welt. Wer nicht zum ersten Mal in Berlin ist, der möchte sich wohl nicht immer wieder aufs neue dieselben SehenswĂŒrdigkeiten ansehen. Das betrifft wohl das Brandenburger Tor, den Potsdamer Platz, den Alexanderplatz und das Regierungsviertel. Berlin hat um einiges mehr zu bieten, ganz abseits der Touristenmassen! Deswegen möchten wir in diesem Artikel etwas ĂŒber den Tellerrand schauen und einmal sehenswerte Orte aufzeigen, die zum einem nicht ĂŒberbevölkert von Touristen sind und zugleich eine ganz andere Seite der Metropole zeigen!

Geheimtipp #1 Das Corbusierhaus
Das seit 1996 unter Denkmalschutz gestellte Wohnhaus befindet ist am westlichen Ende von Berlin wurde im Jahre 1957 vom französischen Architekten Le Corbusier entworfen. Der frĂŒhere Spitzname des GebĂ€udes war “Wohnmaschine” dar sich in diesem jede Menge Ärzte und GeschĂ€fte befanden. Heute befindet sich hier nur noch eine kleiner Kiosk im Erdgeschoss. Das kuriose an diesem Haus ist, dass alle Stockwerke Straßen genannt werden. Im Erdgeschoss ist eine Ausstellung ĂŒber den Entstehungsprozess zu finden, die fĂŒr Anwohner sowie Nicht-Anwohner frei zugĂ€nglich ist. Gerade fĂŒr Architekturinteressierte könnte dieser Sport etwas ganz besonders bei einem Trip in Berlin darstellen! Ein weiteres Highlight, das nur einen Steinwurf von diesem Wohnhaus entfernt ist, ist der Friedhof Heerstraße. Dort findet sich das Grab des Komikers Loriot, welches mit Quietscheenten geschmĂŒckt wurde. Zu erreichen ist dieser Ort mit der S3 oder der S9 an der Haltestelle Olympiastadion.

Geheimtipp #2 Der Selbstmörderfriedhof (Friedhof Grunewald Forst)
Es geht schaurig weiter – Der Friedhof Grunewald Forst, auch unter dem Namen Selbstmörderfriedhof oder Schandacker der Namenlosen bekannt. Die erste Beerdigung auf dem kleinen Friedhof war im 1900 Jahrhundert. Davor wurde die FlĂ€che als inoffizielle GrabstĂ€tte fĂŒr Selbstmörder verwendet. Damals wurde dieses Vergehen noch von der Gesellschaft geĂ€chtet. Sie wurden teilweise auch vom nahegelegenen Havelufer angespĂŒlt, da bis 1920 auf offiziellen Friedhöfen der Kirche fĂŒr Suizid kein Platz freigemacht wurde. Angeblich sollen hier nur eine im unteren dreistelligen Bereich bereits von uns gegangene Personen liegen. Es wird allerdings angenommen, das sich dort Körper von mehreren tausend Menschen liegen. 1945 wurden allein schon ca. 1000 Opfer durch den Bombenhagel auf Berlin beerdigt. In der Umgebung befinden sich viele Wildschweinrudel, die gerne mal herumlaufen. Das Model und Multitalent Nico ist wohl die berĂŒhmteste Person, die dort hinter der 1929 errichteten Friedhofsmauer die letzte RuhestĂ€tte gefunden hat. Sie wurde durch den Film “La dolce Vita” sowie durch den Beitrag am Album “The Velvet Underground and Nico” berĂŒhmt. Auf Youtube ist noch die Doku “Nico Icon” von 1995 zu finden. Das verrĂŒckte an der Geschichte von Nico ist,(bĂŒrgerliche Name Christa PĂ€ffgen) dass Sie sich bereits im Kindesalter bei einem Spaziergang wĂŒnschte auf diesem Friedhof begraben zu werden. Ebenso ist hier der Dichter Georg Heym begraben, der durch ein Eislaufunfall verstarb. Geöffnet ist dies schaurige und ruhige Ort tĂ€glich von 7 bis 20 Uhr.

Geheimtipp #3 Der Grunewaldturm
Etwa 35 Minuten zu Fuß vom Selbstmörderfriedhof entfernt streckt sich der Grunewaldturm in den Himmel von Berlin. Im Stile der Backsteingotik wurde er von 1897 bis 1899 erbaut und steht direkt an der Havelchaussee. Er ist 55 Meter hoch doch auf “gerade einmal” 36 Meter befindet sich eine Aussichtsplattform. DafĂŒr mĂŒssen allerdings 200 Treppenstufen ĂŒberwunden werden. Die Rundumsicht ist dafĂŒr aber gigantisch. Diese reicht vom Waldgebiet bis hin nach Potsdam. Kaiser Wilhelm I. wartet gefertigt aus Marmor begrĂŒĂŸt alle Besucher in der Gedenkhalle. Der Grunewaldturm ist auch der Kaiser-Wilhelm-Turm, der zu dessen Ehren errichtet wurde. Er ist geöffnet von 10 bis 22 Uhr ist mit dem 144er Bus von Wannsee aus zu erreichen.

Geheimtipp #4: Das Haus der Wannseekonferenz
Am heiligen See in Potsdam wurde ein Völkermord geplant! – Genauer gesagt in der malerischen Fabrikantenvilla, die zwischen 1941 und 1945 als Tagungs- und GĂ€stehaus der SS diente. Erbaut wurde diese GebĂ€ude 1915 wo etwa 26 Jahre spĂ€ter die “Endlösung der Judenfrage” geklĂ€rt werden sollte. Hier wurden etwa 11 Millionen Menschen allein in Europa auserwĂ€hlt! Notwendige Maßnahmen fĂŒr die GrĂ€ueltaten und zeitliche AblĂ€ufe wurden von hier aus koordiniert. Es ist tĂ€glich von 10 bis 18 Uhr geöffnet und ist ebenso mit dem 144er Bus von Wannsee aus zu erreichen.

Geheimtipp #5: Der Teufelsberg
Der wohl klassischste Insider Tipp fĂŒr Berlin ist der Teufelsberg. Er ist durch einen Spaziergang durch den dichten, grĂŒnen Grunewald zu erreichen und ist etwa 120 Meter hoch. Der kĂŒnstlich aufgeschĂŒttete Berg sollte ursprĂŒnglich einmal ein Teil der “Welthauptstadt Germania” werden. FĂŒr seine “Entstehung” wurden einfach die TrĂŒmmer der 15 000 im Krieg zerstörten HĂ€user in Berlin hergenommen. 1950 nutzten dann die Amerikaner den Teufelsberg um den sowjetischen Feind abzuhören. Nachdem die Amerikaner abgezogen waren, wurde der Teufelsberg noch als Radarstation fĂŒr Flugzeuge verwendet. 1999 war dann auf den kĂŒnstlichen Berg Funkstille. Heute lĂ€sst sich hier die höchstgelegene Streetart-Galerie Europas bestaunen sowie ein Rundumblick auf Berlin und das Umwelt genießen. Von Mittwoch bis Sonntag, von 12 bis 20 Uhr ist er geöffnet und der Eintritt kostet 5 Euro. Auch eine FĂŒhrung wird hier angeboten welche 15 Euro kostet.

Geheimtipp #6: Die Villenkolonie Grunewald bis hin zum Koenigssee
Die Villenkolonie Grunewald stellt das komplette Gegenteil dar, als dass, was einen in der Metropole so normalerweise erwartet. 1889 wurde hier eine Villenkolonie errichtet, welche malerisch vergangene Jahrhunderte reprĂ€sentiert. Dabei liegt der Koenigssee gerade einmal 20 Gehminuten von der kleinen Kolonie entfernt, die einmal im Besitz vieler MillionĂ€re beziehungsweise teilweise noch heute ist. Nach dem Spaziergang durch dieses Viertel lĂ€sst sich als krönender Abschluss noch am eben genannten Koenigssee einrichten. Zu erreichen ist dieser mit dem Bus M19, welche am U-Bahnhof-Mehringdamm startet und an der Edener Straße dann endet. Auch die S-Bahn nach Grunewald kann gewĂ€hlt werden.

Geheimtipp #7: Die Gropiusstadt
Zwischen 1962 und 1975 wurde die Gropiusstadt gebaut wodurch ganze 18 500 Wohnungen geschaffen wurden. Da es in 70ern schnell ein Ort fĂŒr Sozialwohnungen wurde, war die Gropiusstadt als sogenannter Problembezirk getauft worden. Die populĂ€rste Bewohnerin war wohl Christiane F. deren Aussagen zum Buch “Wir Kinder vom Bahnhof Zoo” fĂŒhrten. Damals sagte Christiane F. (1978) “Überall nur Pisse und Kacke, man muss nur genau hinsehen” – heute, Im Jahr 2019 ist dies nicht mehr der Fall. Mittlerweile ist dies hier ein grĂŒnes Viertel und schon lange nicht mehr die BetonwĂŒste, wie es wohl 1970 noch der Fall gewesen sein muss. Zu sehen gibt es also in der Gropiusstadt eine ganze Menge. So warten hier beispielsweise das Gropiushaus (welches auch Rundbau genannt wird) sowie das Wohnhochhaus Ideal. Dies ist 89 Meter hoch und ist somit das höchste WohngebĂ€ude von ganz Berlin. Bei seiner Errichtung sogar fĂŒr kurze Zeit das höchste GebĂ€ude Europas. Erreichbar ist dieser Ort Mit der U7, Haltestelle Wutzkyallee.

Geheimtipp 8: Der Geisterbahnhof Siemensstadt
Noch vor ein paar Jahrzehnten wurden hier mehr als 17.000 Siemens Mitarbeiter tĂ€glich transportiert. 1980 wurde die Siemensbahn dann ausrangiert. Hier lĂ€sst sich ein 2,5 Kilometer langes Bahnnetz abmarschieren. Beginnend vom Bahnhof Gartenfeld, ĂŒber den Geisterbahnhof Siemensstadt bis hin zum Bahnhof Wernerwerk. Erbaut wurde der Siemensstadt Bahnhof von 1927 bis 1929 und verband so den S-Bahnring mit den Siemenswerken. In der Bestform von diesem Werk arbeiteten 90.000 Menschen dort, wodurch allein die Bahn 17.000 Menschen im 5-minuten Takt beförderte. Heute ist dieser Ort vollkommen verlassen. Zu diesen Hochzeiten waren hier auch jede Menge Kneipen ansĂ€ĂŸig, wo die Arbeiter nach Feierabend noch ein frisch gezapftes genießen konnte. Heute muss sich jeder Besucher wohl seine eigenen Flasche Bier mitbringen. Der Streckenverlauf hat schon bessere Tage gesehen, allerdings steht dieser Ort seit 1995 unter Denkmalschutz. Ein Ă€ußerst faszinierender Ort, an dem Werbetafeln verblasen, die Natur sich zurĂŒckerobert war ihr gehört und plötzlich Graffitis an den WĂ€nden erscheinen. Nicht verwunderlich ist daher auch, dass hier auch DrogenabhĂ€ngige einmal ihr unwesen getrieben haben. Dennoch, dieser Ort ist sehr besonders und wahrer Geheimtipp in Berlin!

Geheimtipp #9: Der Viktoriapark mit dem Nationaldenkmal
Karl Friedrich Schinkel entwarf es und 1821 wurde es dann fertiggestellt – das Nationaldenkmal, welches fĂŒr die Siege in den Befreiungskriegen gegen Napoleon steht. Es steht auf dem Kreuzberg und das Denkmal ist der Namensgeber fĂŒr diesen Bezirk. Denn dieses Denkmal erinnert sehr stark an eine Kirche und da sich auf dem Turm ein Kreuz befindet, wurde die 66 Meter hohe Erhebung kurzum Kreuzberg genannt. Seit 1980 steht umliegende Viktoriapark unter Denkmalschutz. Dieser bietet ebenso viel zu entdecken wie beispielsweise den Wasserfall oder der dortige Biergarten. Berlin gilt nicht gerade als die malerischste Stadt Deutschland oder gar Europas, trotzdem kann man das von diesem kleinen Fleckchen durchaus behaupten.

Geheimtipp #10: Der Treptower Park und das sowjetische Ehrenmal
Seit 1888 gibt es den Treptower Park welcher nach dem Großen Tiergarten der zweitgrĂ¶ĂŸte in ganz Berlin ist. Tretboot fahren, SpaziergĂ€nge an der Uferpromenade oder ein Picknick im Rosengarten sind hier möglich. Von 1946 bis 1949 wurde hier auch die sowjetische GedenkstĂ€tte fĂŒr die russischen Gefallen aus dem zweiten Weltkrieg errichtet. Sie wurde den fast 80.000 Gefallen, die in der Schlacht um Berlin gefallen waren, gewidmet. Allein im Treptower Park wurden ganze 7000 Soldaten beigesetzt. Jeder, der die Geschichte rund um den zweiten Weltkrieg erforschen möchte, sollte auch diesen Ort einmal auf sich wirken lassen. Erreichbar ist dieser Ort mit der S-Bahn bis zur Haltestelle Treptower Park.

Warum sind StÀdtereisen in Deutschland eigentlich so beliebt?
In den letzten Jahren setzt sich der Trend zu Reisen innerhalb von Deutschland ĂŒbrigens immer weiter fort. Gerade hat Mecklenburg-Vorpommern mit der OstseekĂŒste die Spitze der Reiseziel ĂŒbernommen und Bayern vom Thron geworfen. Wahrscheinlich ist ein Grund, daß das Wetter inzwischen im Sommer fast wie in Florida in Amerika ist und man aber viel schneller hinkommt. Auch Formulare wie hier fĂŒr den ESTA-Antrag, um ein Visum fĂŒr die USA zu beantragen, kann man sich sparen. Daher boomen auch die StĂ€dtereisen in Deutschland und allen voran Berlin als Reiseziel.