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Gibt es noch BilligflĂĽge?

3. Mai 2011 Keine Kommentare
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cc by Michael Sacharewicz/flickr

Fortlaufend erfinden die Airlines neue Gebühren. So verlangt Ryanair neuerdings eine Verspätungsabgabe und Easyjet kassiert 50 Euro dafür, wenn ein Passagier mit einem zu großen Handgepäck am Flugsteig ankommt. Die Liste der Zusatz-Entgelte wird bei jedem Schritt der Buchung immer länger: Geld für Gepäck, Kreditkarte und Check-In.

Doch nach wie vor dürfen die Passagiere des irischen Billigfliegers Ryanair noch gratis auf die Toilette gehen. Was als Selbstverständlichkeit erscheint, ist es scheinbar nicht unbedingt. Denn der Billigflieger droht bereits seit langem mit der Erhebung einer Gebühr für die Nutzung der WCs. Allerdings scheint dies nicht mehr als ein Marketing-Gag zu sein. Als letzte Zuflucht über den Wolken bleibt scheinbar nur noch das stille Örtchen. Vor allem bei Ryanair gibt es kaum noch eine Zusatzleistung, die im eigentlichen Ticketpreis enthalten ist. Allerdings sieht dieses bei der Konkurrenz auch nicht anders aus.

Den Anbietern von Billigflügen kommen immer neue Ideen darüber in den Sinn, wie sie ihren Kunden das Geld aus der Tasche leiern können. Vor allem in den vergangenen Wochen liefen die Fluggesellschaften in Bezug auf dieses Thema zu wahren Höchstleistungen auf. Easyjet, der ewige Ryanair Konkurrent, legte vor, indem er seit April nun eine Gebühr verlangt, wenn ein Reisender mit einem zu großen Handgepäck am Flugsteig ankommt. Ganze 50 Euro werden fällig, wenn ein Passagier direkt zum Flugsteig geht und dort erwischt wird. Falls es noch dazu kommt, dass am Check-In-Schalter die zu große Größe festgestellt wird, kostet es sogar noch 30 Euro. Selbstverständlich ließ Ryanair dieses nicht sehr lange auf sich sitzen. Von Seiten dieses Billiganbieters wird eine Gebühr für Verspätungen eingeführt. Diese schlägt mit zwei Euro pro Ticket zu Buche. Nach eigenem Bekunden möchte das Unternehmen dieses Geld dafür verwenden, um die Passagiere zu entschädigen, deren Flüge zu spät waren oder gar ganz annulliert wurden. Die Airlines werden seit mehreren Jahren durch eine EU-Verordnung dazu gezwungen. Doch wenn für jede Kleinigkeit bereits eine Gebühr fällig wird, stellt sich verständlicherweise die Frage danach, ob es die Billigflüge überhaupt noch gibt.

Deutsche sind Vielflieger

7. März 2011 Keine Kommentare
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cc by flickr

Im vergangenen Jahr sind die Deutschen so viel geflogen wie nie zuvor. Insgesamt beförderte die Luftfahrt von nationalen Flughäfen aus rund 71 Millionen Passagiere. Im Vergleich zu 2009 sind das 5,7 Prozent mehr. In dem Jahr war aufgrund der allgemeinen Krisenstimmung auch die Luftfahrt betroffen. Zum ersten Mal seit sieben Jahren ging die Passagierzahl zurück. Doch mit dem Aufschwung im letzten Jahr wurde das Minus wieder aufgeholt und sogar ein neuer Höchststand erreicht.

Die beliebtesten Reiseziele bei Kurz- und Mittelstrecken waren mit 6,2 Millionen Fluggästen die Mittelmeerinseln, insbesondere die Balearen, auf die davon ganze 4 Millionen Reisende fallen. Das Rekordjahr von 2007 konnte damit aber noch nicht wieder erreicht werden.

Auch die Kanarischen Inseln und – außerhalb der gängigen Reisziele – Polen waren gefragte Flugverbindungen der Deutschen.

Fernreisen nahmen knapp 17 Millionen Passagiere in Angriff. Davon flogen 4,8 Millionen in die USA, was im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von guten vier Prozent ausmachte. Auch Ägypten wurde 2010 beliebter und verbuchte einen Reisezuwachs bei deutschen Touristen von knapp neun Prozent. Leider war dieser Anstieg nur von kurzer Dauer – aufgrund der Unruhen Anfang 2011 sind die Nachfragen nach Ägyptenreisen enorm zurück gegangen. Es wird voraussichtlich auch noch eine Weile dauern, bis sich der Tourismus dort von dem Tief erholt hat.

Der dritte Platz bei den Fernreisen geht an China. 1,1 Millionen Deutsche flogen in das Reich der Mitte, der Großteil davon war geschäftlich unterwegs. Einen enormen Zuwachs genossen auch die Vereinigten Arabischen Emirate und legten ganze 16,6 Prozent zu.

British Airways zieht die Preise an

7. Februar 2011 Keine Kommentare
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cc by flickr / oscar von bonsdorff

Die britische Fluggesellschaft British Airways erhöht ihre Preise für Langstreckenflüge aufgrund des stetig preisspieliger werdenden Kerosins. Dieses wurde in den vergangen zwei Monaten um 14 Prozent teurer.

Seit Mitte Dezember 2010 ist das nun bereits das zweite Mal, dass British Airways solche Hiobsbotschaften verkündet. Der Verbraucher zahlt ab Morgen zwischen 14 bis 20 Euro mehr für einen Flug und landet damit bei einem Gesamtwert zwischen 88 Euro für einen Flug unter neun Stunden in der Businessklasse bis 147 Euro bei Erster Klasse und über neun Stunden – allein an Treibstoffzuschlag.

Lufthansa ist diesen Schritt bereits letzte Woche gegangen und hob den Treibstoffzuschlag auf insgesamt bis zu 107 Euro an. Der IATA, der Luftfahrtbranchenverband, warnte schon vor Preiserhöhungen. Mittlerweile fallen 34 Prozent der Ausgaben von Fluggesellschaften allein auf Kerosin. Dieses wird mit 84 Dollar pro Barrel (circa 60 Euro für 160 Liter) gehandelt. Aufgrund der Unruhen in Ägypten soll der Preis aber in den nächsten Tagen bis auf 100 Dollar pro Barrel ansteigen.

Die Kerosinpreise unterliegen starken Schwankungen. Noch 1986 betrug der Preis für einen Barrel 17 Dollar. Bisheriger Rekordpreis waren 169,57 Dollar im Juli 2008. Sieben Monate später waren es nur noch 53 Dollar, was einem Preisverlust von 69 Prozent entspricht.

Dass dieser Höchstpreis pro Barrel noch einmal überschritten wird, steht fest. Wann uns das als Flugpassagiere aber persönlich betreffen wird, bleibt noch abzuwarten.